Schimmel im Haus

Schimmel im Haus – Der Gesundheit zuliebe früh genug reagieren!

Der Schimmel ist ungefähr seit dem 9. Jahrhundert bekannt, kann überall vorkommen und ist ein natürlicher Bestandteil von der Natur. Sporen vom Schimmelpilze sind aber auch in Wohnräumen und Gebäuden zu finden; grundsätzlich sind sie harmlos, solange sie die Konzentration an Schimmelpilzsporen nicht übersteigen. Kontinuierlicher Schimmel kann allerdings Gesundheitsproblem auslösen sowie die Wohn- und Lebensqualität einschränken.

Der Schimmelpilz ist nicht zwingend gefährlich, maßgebend ist die Pilzart. Es gibt Schimmelpilze, welche schwerwiegende Probleme, besonders in den Innenräumen, hervorrufen können, diese Gefahr darf nicht unterschätzt werden.

Unerkannter oder ignorierter Schimmel im Keller kann sich schnell auf das gesamte Gebäude ausbreiten.

Es muss nicht immer Schimmel sein, durch Feuchtigkeit können sich Salpeter- oder Salzausblühungen bilden, welche im ersten Augenblick wie die Flecken von Schimmel wirken. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, fachmännischen Rat einzuholen.

Definition von Schimmel

Schimmelpilz ist ein Sammelbegriff für verschiedene Pilze, welche Pilzfäden und Sporen bilden. Die detaillierte Fachbezeichnung eines jeden Schimmelpilzes wird aus dem lateinischen Doppelnamen gebildet, der erste Teil beschreibt die Pilzgattung und der zweite Teil die Pilzart.

Die Verbreitung erfolgt über die mehrheitlich farbigen Sporen.

Schimmelpilze und Schimmelpilzsporen benötigen eine gewisse Menge an Feuchtigkeit, zusammen mit einer hohen Temperatur, um sich zu vermehren. Bei Minustemperaturen können sich die Schimmelpilze nicht vermehren.

Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/umwelteinfluesse-auf-den-menschen/schimmel

Die Ursachen

Die Ursachen sind vielfältig und nicht nur in Altbauten zu finden; mangelnde Dämmung oder undichten Fenster, aber auch in gut isolierten Gebäuden kann es zu Schimmel kommen. Ein Paradebeispiel sind Fachwerkhäuser, bei welchen die Fenster ausgetauscht wurden. In der Regel ist Feuchtigkeit in der Wohnung oder Wasser im Keller die Hauptursache für den Schimmel, genauso gut können Baumängel oder Wärmebrücken die Ursache sein, bei welchen sich Kondenswasser bildet, beispielsweise Heizkörper, Fensterrahmen, Rollläden-Kästen, Balkone, Deckenanschlüsse oder Stahlträger.

Auf Materialien mit hoher Dichte wie Glas, Metall oder Keramik hat der Schimmel keine Chance, außer es befindet sich auf den Flächen Staub, Schmutzschichten und/oder Feuchtigkeit.

Vielfach wird zu wenig oder gar nicht gelüftet und/oder falsch geheizt. Besonders die unbeheizten Räume wie ein Keller sind oftmals von Schimmelpilz befallen. Vor allem im Sommer kann sich bei geöffneten Kellerfenstern Kondenswasser bilden.

Feuchtigkeit und damit ein Schimmelbefall kann aber auch durch Aquarien oder zu viele Grünpflanzen entstehen.

Vorkommen und Anzeichen für einen Schimmelbefall

Schimmel findet sich vornehmlich im Deckenbereich, an den Fugen oder an den Wänden. Besonders feuchte Räume wie das Bad, die Küche und der Waschraum sind anfällig für Schimmelbefall, da die Feuchtigkeit oft nicht entweichen kann.

Schimmelflecken an der Wandoberfläche deuten darauf hin, dass sich der Schimmel bereits in der Wand ausgebreitet hat und sich die Sporen der Schimmel möglicherweise auf die andere Räume übertragen haben.

In jedem Fall empfiehlt es sich, fachmännische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Die Auswirkungen

Der Schimmel hat nicht zu unterschätzende Auswirkungen auf die Gesundheit, insbesondere, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Es kann zu Infekten, Atemwegserkrankungen, Allergien sowie Augen- oder Hautreizungen kommen.

Schimmel wirkt sich nicht nur auf die Gesundheit aus, er hat auch eine Minderung der Immobilie zur Folge.

Die Bekämpfung von Schimmel

Die Entfernung von Schimmel sollte nicht in eigener Regie erfolgen und die chemischen Mittel nicht ohne Fachkenntnisse eingesetzt werden. Der Schimmel kann zwar mit einem einfachen Anti-Schimmelmittel wie beispielsweise einem Schimmel Spray entfernt werden, dieser setzt aber schädliche Sporen frei, welche sich weiter verbreiten. Hinzu kommt, dass der Schimmelpilz damit nur oberflächlich entfernt ist, die Ursache aber bestehen bleibt. Eine weit bessere Alternative ist es, die Silikonfugen zu erneuern.

Eine fachgerechte und nachhaltige Entfernung allerdings ist nur durch einen Fachmann gewährleistet.

Prävention

Ein Wasserschaden lässt sich kaum verhindern, andere Feuchtigkeitsschäden jedoch können explizit vermieden werden.

Damit sich kein Kondenswasser bilden kann, muss die Luft zirkulieren können; die Möbel sollten nicht direkt an die Wand gestellt werden und nasse Wäsche nie in Wohnräumen aufgehängt werden. Die ideale Raumtemperatur liegt zwischen 19° und 21° Grad und sollte nicht unter 16° Grad fallen. Möbelstücke sollten fünf bis zehn Zentimeter zu den Außenwänden aufgestellt werden. Das indirekte Heizen von kälteren durch wärmere Räume sollte vermieden werden.

Mehrmals tägliches Lüften schafft einen Luftaustausch und verringert die Luftfeuchtigkeit, sodass dem Schimmel die Lebensgrundlage entzogen wird.

Ebenfalls eine gute Prävention ist, bei der Raumgestaltung auf schimmelhemmende Wandfarbe zu achten.

So oder so lohnt es sich, bei einem Verdacht auf Schimmel einen Experten hinzuzuziehen oder den Vermieter zu informieren, den die Gesundheit steht an erster Stelle!