Feuchte- und Schimmelprobleme beheben mit einem Luftentfeuchter

Keller und Souterrain­wohnungen sin im Sommer von Schimmelgefahr besonders betroffen. Ein Heizkörperregler mag unterstützen, häufig ist aber schlicht und ergreifend die Raumluftfeuchtigkeit zu hoch – so dass ein Luftentfeuchtungsgerät her muss.
Der Grund ist die schwülwarme Luft. Sie dringt durch offene Fenster und die Feuchte kondensiert an kalten Wänden sowie an Möbeln. Der Bewohner kann einem Schimmelbefall vorbeugen, wenn er die Fenster tags­über während der Hitze­perioden geschlossen hält und lediglich während der kühlen Morgen­stunden lüftet. Extra Hilfe versprechen die Raum­luft­entfeuchter. Die elektrisch betriebenen Modelle, die 150 bis 300 Euro kosten, entfernen pro Tag mehrere Liter Wasser. Bei Neubauten und nach Wasserschäden sind Bautrockner angesagt, die noch wesentlich leistungsfähiger arbeiten.

Was sind Luftentfeuchter?/

Luftentfeuchter (s. a. Luftentfeuchter Test) sollen die absolute Luftfeuchtigkeit senken in einem Raum. Man bezeichnet sie umgangssprachlich nur als Entfeuchter. Sie trocknen Neubauten, Keller und Wasserschäden, die in Wohnungen entstehen. Dadurch verhindern sie eine Bildung von Schimmel sowie Stockflecken. Außerdem sorgen sie für ein gesundes Raumklima. Besonders in Räumen, in denen empfindliche sowie wertvolle Sammlerstücke aufbewahrt werden wie beispielsweise Briefmarken, garantieren die Entfeuchter eine stabile Luftfeuchtigkeit.

Wie funktionieren Luftentfeuchter?

Bei hoher Luftfeuchtigkeit, zum Beispiel nach einem Wasserschaden und bei Schimmelpilzbefall sollte man einen Luftentfeuchter aufzustellen. In der Regel setzt man die Geräte temporär, beispielhaft für bis zu zwei Wochen ein. Das reicht meist aus um die Feuchtigkeit zu filtern aus der Luft. Der elektrischer Raumentfeuchter funktioniert nach dem Kondensationsprinzip. Mithilfe eines integrierten Ventilators saugt der Entfeuchter die Raum­luft an und bläst sie über die Kühlrippen. Dort kondensiert der Wasser­dampf zu Wasser. Das Wasser tropft in einen Behälter, in dem es gesammelt wird. Die meisten Geräten überwachen den Wasserstand im Vorrats­tank. Dann schaltet sich der Luftentfeuchter ab und die Nutzer können ihn leeren.

Die Raumgröße bestimmt die Leistung des Luftentfeuchters mit

Je nach der Raumgröße und der Luftfeuchtigkeit können verschiedene Modelle in Frage kommen. Die Luftentfeuchter geringerer Leistung verbrauchen vergleichsweise wenig Strom. Sie sind geeignet für Räume von 50 bis 100 m³. Sind die Räume extrem feucht, achtet man auf besonders hohe Leistung des Entfeuchters. Geräte mit 1000 W Leistung absorbieren bis zu 50 l Feuchtigkeit pro Tag, zum Beispiel bei großen Räumen sinnvoll. Gute Geräte mit 400 W Leistung absorbieren 30 l Feuchtigkeit innerhalb 24 Stunden.

Welche Arten von Luftentfeuchtern gibt es?

Kondensationstrockner (wie beschrieben) trocknen und funktionieren ähnlich wie Kühlschränke. Die feuchte Luft wird hier über Kühlrippen oder Kühlschlangen geleitet und kondensiert. Mit der Entfeuchtung der Luft erreicht man dabei ebenfalls eine Trocknung von Wänden und Böden. Die Profigeräte sammeln bis zu 30 l Wasser. Die Abschaltfeuchte sollte man mit 40 bis 50 Prozent ansetzen.

Sind schall- oder wärmedämende Schicht unter dem Estrich voll Wasser gesogen, sind Adsorbstionstrockner und -entfeuchter empfehlenswert. Bei ihnen bindet die Feuchtigkeit sich durch ein Granulat. Damit lässt sich auch die Feuchtigkeit in der Luft am besten binden. Werden als Luftentfeuchter Kondensations- oder Adsorptionstrockner verwendet, last man Türen und Fenster geschlossen.

Infrarot und Mikrowellen nutzt man zur Entfeuchtung von Baustoffen. Dabei wird die Luft mit entfeuchtet. Die Hitze kann allerdings zu groß werden und Türstöcke, Putz oder Mauerwerk können Schaden nehmen.

Die Entfeuchtung mit Salzen wird oft in Baumärkten angeboten. Allerdings ist die Wirkung dieser hygroskopischen Entfeuchter recht beschränkt. Bauschäden sind damit nicht zu sanieren. Sie sind allerdings geeignet, in schlecht zu lüftenden und kleinen Nebenräumen eine geringe Feuchte zu reduzieren. Man kann damit ebenfalls Wohnwagen trocken durch den Winter bringen. Die Wirkung ist immer mit einem Hygrometer zu kontrollieren.

Im Haushalt hat man in der Regel einen kleinen Kondensationstrockner. Er schaltet sich automatisch entsprechend der Luftfeuchtigkeit an und aus und sind somit für den Dauereinsatz konzipiert in feuchtgefährdeten Räumen. Diese Geräte sollten allerdings nicht permanent betrieben werden. Sie können zu Energiefressern werden und schützen nicht zuverlässig vor Feuchte sowie Schimmelschäden.

Fazit

Luftentfeuchter sind für kurze Zeit eingesetzt sehr effizient und sorgen für ein Wohlfühlklima. Sie bekämpfen nur die Symptome, aber nicht die Ursachen wie falsche Lüftung. Bei bereits entstandenen Schäden sind werden Bautrockner als Profigeräte eingesetzt. So lassen sich Gesundheitsgefahren am besten vermeiden und der Schimmel entsteht gar nicht erst.